Sonderformen von Werbung

Bei den Sonderformen von Werbung handelt es sich um Kategorien von Werbung, die sich von der herkömmlichen Formen wie beispielsweise die Print-Werbung unterscheiden. Zu Sonderformen zählen:

  • Cross Promotion: Bei der Cross Promotion gehen zwei Unternehmen eine Kooperation ein und vermarkten sich mit einer gemeinsamen Kampagne. Diese Sonderform findet man beispielsweise zwischen Auto- und Modemarken oder Mode- und Make-Up Marken. Die Vorteile so einer Promotion liegen auf der Hand: Man teilt sich die Kosten für die Schaltkosten der Werbung und für die Entwicklung der Werbung, z.B. für einen Werbespot fürs Fernsehen.
  • Mund-Propaganda: Mund-Propaganda ist eine sehr effektive Werbeform, denn sie basiert auf einer Empfehlung. Jemand, der mit einem Produkt zufrieden ist, empfiehlt es im Freundes- oder Bekanntenkreis weiter. Diese Werbung ist kostenlos für ein Unternehmen.
  • Low-Budget-Werbung: Von Low-Budget-Werbung spricht man, wenn eine Werbungkampagne ohne großen finanziellen Aufwand entsteht. Dabei kann auch eine Low-Budget-Werbung erfolgreich sein, wenn sie auf einer guten Idee basiert.
  • Direktwerbung: Bei der Direktwerbung wird die Zielgruppe direkt angeschrieben, um ihr ein konkretes Angebot zu machen. Bei der Direktwerbung erhält die Zielgruppe ein Schreiben per Post. Diese Sonderform von Werbung verlangt eine große Zielgruppensicherheit, denn der Brief soll zu der Person gelangen, die für das Angebot in Frage kommt. Das ist ein Unterschied zu anderen Werbeformen, die weniger Zielgruppengenauigkeit haben, wie zum Beispiel die Radiowerbung.
  • Schleichwerbung/Product Placement: Bei der Schleichwerbung wird das Produkt in den Werbeträger eingebaut, allerdings so, dass die Platzierung nicht als Werbung erkannt wird. Für diese Form wird auch der Ausdruck „Product Placement“ genutzt. Das beste Beispiel für Schleichwerbung sind Kinofilme, bei denen der Protagonist eine spezielle Automarke fährt. Diese Werbeform ist in der Event- und Filmindustrie sehr beliebt, da sie eine zusätzliche Einnahmequelle bietet. Denn natürlich müssen die Unternehmen dafür zahlen, dass ihre Marke im Film oder auf dem roten Teppich der Oscar-Verleihung zu sehen ist. Bei der Schleichwerbung gibt es noch weitere Unterkategorien wie zum Beispiel Verbal Placement, bei der der Name des Produkts in einen Dialog eingebaut wird.
  • Unterschwellige Werbung: Unterschwellige Werbung ist so konzipiert, dass sie selbst bei großer Aufmerksamkeit nicht wahrgenommen wird. Trotzdem sagt man dieser Sonderform nach, dass sie funktioniert. Es gibt keine Studien, die beweisen, dass unterschwellige Werbung beim Konsumenten wirkt. Ein Beispiel für diese Werbeform könnte ein Zehntelsekunden-langen kurzer Einwurf von Bildern eines Produktes in einem Film sein.
  • Personifizierung: Bei dieser Werbeform werden Begriffe personifiziert. So wird aus einem Fleck in der Fernsehwerbung eine kleine Comic-Figur.
  • Schockwerbung: Das Prinzip der Schockwerbung ist, dass sich ein Produkt besser beim Konsumenten einprägt, wenn dieser damit eine emotionale Erregung verbindet. Bei der Schockwerbung werden vor allem negative emotionale Erregungen erzeugt wie Ekel oder Angst. Bekannt für Schockwerbung ist die Modemarke Benetton. Diese zeigte auf Plakaten schockierende Elemente wie verstümmelte Personen, um ihren Markennamen in die Köpfe der Leute zu brennen.
  • Absurde Werbung: Bei der absurden Werbung wird der Konsument durch irritierende Bilder , Wortzusammensetzungen oder Stimmen aus der Fassung gebracht. Oft haben Inhalte keinen Bezug zum eigentlichen Produkt.